Größtes Eisenerz-Bergwerk des Harzes Grube Büchenberg im Schlaglicht
Aufwändiges Buch zur Eisenerzgrube Büchenberg im Harz

Elbingerode. Wenn sich unter eine Schar von Besuchern des Schaubergwerks ein echter Bergmann im Gummizeug mischt und dieser mit seinem Geleucht den Weg weist, ist dies seit über 40 Jahren nicht mehr alltäglich im Büchenberg. Der Bergmann Gerd Hintze hatte an diesem Tag des Jahres 2013 ein strahlendes Lächeln parat. Alle Mühen waren passe. Nach drei Jahren Vorbereitungszeit war es endlich soweit: Zum größten Eisenerzlager des Harzes ist ein erstes umfassendes Sach- und Fotobuch entstanden, das den eisernen Berg in seinen vielfältigen Facetten zeigt. „Grube Büchenberg – eiserner Schatz im Harz“ – 1,8 kg geballte Montanhistorik, ein Schwergewicht in jeder Beziehung ist entstanden.
Am Pfingstfreitag lud das Buchteam zur Präsentation in das Schaubergwerk Büchenberg bei Elbingerode an einen authentischen Ort ein.
Sponsoren, Honoratioren der Bergbauszene und der Landrat des Harzkreises Dr. Michael Ermrich feierten im Tscherperraum die Veröffentlichung.
Weit über 100 Mitstreiter haben an diesem opulenten Werk mitgearbeitet. 17 Autoren, als Experten oder mit einer intensiven Verbindung zum Büchenberg, sind in die Tiefe des Stoffs eingedrungen. Über- und untertage, damals und heute. Die Historie des Büchenberg- Bergbaus beleuchtet ein Buch, das seinesgleichen sucht. Über 500 Fotos aus allen Betriebsperioden, dazu Archäologie, Geologie, Minerale und Kunst. Der Büchenberg steckt voller sensationeller Entdeckungen, an denen die Leser teilhaben können. Historische Aufnahmen aus den modernen Hauptbetriebsperioden zwischen 1937 und 1970 sind ebenso zu sehen wie Einblicke in heute der Öffentlichkeit verschlossene Hohlräume, die als Industrieruine aus der unvollständigen Verwahrung der DDR ein einzigartiges Kapital für montanhistorisch Interessierte sind. Das Kapitel 1937-45 mit dem Thema Zwangsarbeit zeigt erstmals Zusammenhänge, nennt Details einer unrühmlichen Periode- auch im Bergbau.

Viele Fotos aus einer versunkenen Industriekultur – für kurze Zeit aus der Dunkelheit gerissen – geben grandiose Einblicke in den Eisenerzbergbau des Ostharzes vom Altbergbau bis zu modernen Abbaumethoden.
Der Bergbaulehrpfad und auch das barrierefrei gestaltete Besucherbergwerk werden ebenso thematisiert wie die Bergbaufolgelandschaft im Bruchgebiet der Übertageanlagen. In den von Menschenhand über vier Jahrzehnte verschonten Bereichen haben sich seltene Tier- und Pflanzengemeinschaften angesiedelt, so dass dieses Areal vor kurzem unter Naturschutz gestellt worden ist.
Das mit 304 Seiten ausgestatte Werk gewährt für Kenner und Bergbauinteressierte ungeahnte Einblicke in das ehemals 40 km Strecken umfassende Grubengebäude und seine übertägigen Anlagen.
Entstanden ist eine Kombination von Bildband und Sachbuch, die beiden Genres gerecht wird. Deshalb die Größe des Buches, deshalb die Opulenz der Bilder und der Seiten.

In den Buchhandlungen des Harzes ist das Buch zum Preis von 39,90 € erhältlich oder über ISBN 978-3-935971-65-2 zu bestellen.
Oder per Direktbestellung über diese Mailadresse:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Glück auf
Wolfgang Schilling
Herausgeber/ Redaktionsleiter

Rezensionen:

Dr. Klaus Stedingk

Dr. phil. habil. Dr. rer. nat. Peter Lange

Helmut Radday